{"id":44,"date":"2020-07-02T18:32:53","date_gmt":"2020-07-02T18:32:53","guid":{"rendered":"https:\/\/farbverzaubert.de\/?p=44"},"modified":"2020-07-05T17:59:47","modified_gmt":"2020-07-05T17:59:47","slug":"albtraum-oder-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/farbverzaubert.de\/?p=44","title":{"rendered":"Albtraum oder Chance?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"214\" src=\"https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen-300x214.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46\" srcset=\"https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen-300x214.jpg 300w, https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen-1024x729.jpg 1024w, https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen-768x547.jpg 768w, https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen-1140x812.jpg 1140w, https:\/\/farbverzaubert.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Regenbogen.jpg 1459w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df, dass diese Zeit f\u00fcr viele von euch schwierig ist. Viele haben Angst um ihren Job, ihre Existenz, oder Angst, krank zu werden. Nat\u00fcrlich geht es mir als Erzieherin nicht anders. Ich geh\u00f6re zur Risikogruppe und muss nat\u00fcrlich trotzdem arbeiten.<br>Aber f\u00fcr mich ist diese Zeit auch (trotzdem) eine Zeit der Entschleunigung &#8211; ein Geschenk, das so wahrscheinlich nie wieder kommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube dass man dort Leben spendet, wo die eigene Aufmerksamkeit verweilt &#8211; was damit gemeint ist? Das womit ich mich besch\u00e4ftige, wor\u00fcber ich nachdenke, ist dass, was ich in mein Leben ziehe und was ich wahrnehme. Konzentriere Ich mich nur auf mein Problem, nur darauf, was alles schlimm ist (der h\u00e4ufigste Kommentar, den ich in diesem Zusammenhang lese ist: &#8222;man muss doch auch mal Jammern d\u00fcrfen&#8220;), dann nehme ich auch verst\u00e4rkt nur die Dinge wahr, die das best\u00e4tigen.<br>Unser Gehirn ist n\u00e4mlich ein fantastisches Ding, es filtert f\u00fcr uns unbewusst schon von vornherein alle unsere Wahrnehmungen &#8211; alles gleichzeitig k\u00f6nnten wir n\u00e4mlich nicht verarbeiten! Das Problem ist nur, wir k\u00f6nnen das nicht bewusst steuern. Besch\u00e4ftigen wir uns viel mit einem Thema, entscheidet unser Unterbewusstsein, dass dieses Thema Priorit\u00e4t hat und filtert in diese Richtung aus.<br>Das passiert z. B. auch, wenn man sich ein Kind w\u00fcnscht &#8211; man besch\u00e4ftigt sich gedanklich mit dem Thema und pl\u00f6tzlich sieht man \u00fcberall nur noch Schwangere.<br>Das hei\u00dft, denken wir oft \u00fcber ein Problem nach- dar\u00fcber wie schlimm alles ist, denken vielleicht sogar noch \u00fcber m\u00f6gliche Verschlimmerung nach, sagen wir unserem Unterbewusstsein: &#8222;Dieses Thema hat Priorit\u00e4t, ich m\u00f6chte alles sehen, was diese Annahme best\u00e4tigt.&#8220; <br>Aber ganz ehrlich, ist es das, was wir wirklich wollen? Eine st\u00e4ndige Best\u00e4tigung, wie schrecklich alles ist und wieviel schrecklicher es werden kann?<br>Also ich m\u00f6chte das nicht!<br>Wenn man das Prinzip aber erstmal verstanden hat, kann man es sich zunutze machen.<br>Anstatt sich st\u00e4ndig mit dem Problem zu besch\u00e4ftigen, kann man sich auf die L\u00f6sung konzentrieren &#8211; zugegeben am Anfang ist das ziemlich schwierig und f\u00fchlt sich komisch an. Man muss sich sehr bewusst immer wieder daran erinnern, woran man denken m\u00f6chte und wird sich immer wieder dabei ertappen, dass man schon wieder gedanklich beim Problem ist. Aber wenn man am Ball bleibt und die Gedanken so oft wie m\u00f6glich wieder zur\u00fcck zur L\u00f6sung bringt, wird man nach und nach eine Ver\u00e4nderung bemerken. Zuerst sind es nur Kleinigkeiten, aber irgendwann stellt man zwei Dinge fest :<br>1) Es f\u00fchlt sich total nat\u00fcrlich und normal an, an die L\u00f6sung zu denken.<br>2) Man nimmt eigentlich nur noch die positiven Seiten wahr, all das Schlechte ist gar nicht mehr so pr\u00e4sent.<br>3) Man hat gar nicht mehr so sehr das Bed\u00fcrfnis sich dar\u00fcber auszutauschen, was alles schlecht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt denkt ihr vielleicht, da\u00df ist ja alles sch\u00f6n und gut, aber meine Sorgen sind so pr\u00e4sent und so gro\u00df, da kann ich doch gar nicht anders.<br>Nat\u00fcrlich ist es so, dass ein Existenz- bedrohendes Problem sehr viel Raum einnimmt. Aber bringt es euch auch nur einen Millimeter weiter, st\u00e4ndig dar\u00fcber nachzudenken wie schrecklich alles ist? Gr\u00fcbeln ist eine fiese Falle. Es ist \u00e4hnlich, wie beim Schaukeln &#8211; man ist besch\u00e4ftigt, aber man kommt nicht voran, man bewegt sich n\u00e4mlich nicht wirklich von der Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie ihr \u00fcberhaupt eine L\u00f6sung finden sollt, das h\u00e4ngt doch von so vielen \u00e4u\u00dferen Faktoren ab.<br>Ja, da habt ihr Recht, aber solange ihr schaukelt, k\u00f6nnt ihr sich vielleicht ergebende M\u00f6glichkeiten gar nicht wahrnehmen, weil euer Gehirn sie f\u00fcr euch aussortiert.<br>Das einfachste, was ihr machen k\u00f6nnt ist, euch einfach mal zu fragen &#8222;wie kann es jetzt besser werden?&#8220;, oder &#8222;was m\u00f6chte ich stattdessen?&#8220;.<br>Das ist am Anfang gar nicht so einfach, da wir h\u00e4ufig verlernt haben, auf unseren Bauch zu h\u00f6ren. Aber versucht es einfach mal &#8211; vielleicht sp\u00fcrt ihr am Anfang nur den Anflug eines Gef\u00fchls, oder sogar gar nichts. L\u00e4sst euch davon nicht entmutigen &#8211; \u00fcbt vielleicht erstmal in kleinen Alltagssituationen, da nimmt man seine innere Stimme in der Regel leichter wahr. Mit der Zeit werdet ihr ein Gef\u00fchl daf\u00fcr bekommen, wie sich eure innere Stimme meldet. Vertraut ihr und konzentriert euch darauf.<br>H\u00e4ufig sind es Gef\u00fchle, die in einem hochkommen &#8211; z. B. Wie man sich f\u00fchlen w\u00fcrde, wenn sich alles zum Guten gewendet hat. Es k\u00f6nnen aber auch Bilder, Ger\u00e4usche oder Ger\u00fcche sein.<br>Versucht euch, das zu merken &#8211; je intensiver, desto besser.<br>Jedes Mal, wenn ihr merkt, dass ihr gr\u00fcbelt, erinnert euch bewusst daran, was ihr gef\u00fchlt habt. F\u00fchlt es so intensiv wie m\u00f6glich, bis ihr merkt, dass ihr ruhiger werdet.<br>Mit der Zeit wird es immer leichter.<br>Probiert es einfach mal aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, dass diese Zeit f\u00fcr viele von euch schwierig ist. 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Konzentriere Ich mich nur auf mein Problem, nur darauf, was alles schlimm ist (der h\u00e4ufigste Kommentar, den ich in diesem Zusammenhang lese ist: &#8222;man muss doch auch mal Jammern d\u00fcrfen&#8220;), dann nehme ich auch verst\u00e4rkt nur die Dinge wahr, die das best\u00e4tigen.Unser Gehirn ist n\u00e4mlich ein fantastisches Ding, es filtert f\u00fcr uns unbewusst schon von vornherein alle unsere Wahrnehmungen &#8211; alles gleichzeitig k\u00f6nnten wir n\u00e4mlich nicht verarbeiten! Das Problem ist nur, wir k\u00f6nnen das nicht bewusst steuern. Besch\u00e4ftigen wir uns viel mit einem Thema, entscheidet unser Unterbewusstsein, dass dieses Thema Priorit\u00e4t hat und filtert in diese Richtung aus.Das passiert z. B. auch, wenn man sich ein Kind w\u00fcnscht &#8211; man besch\u00e4ftigt sich gedanklich mit dem Thema und pl\u00f6tzlich sieht man \u00fcberall nur noch Schwangere.Das hei\u00dft, denken wir oft \u00fcber ein Problem nach- dar\u00fcber wie schlimm alles ist, denken vielleicht sogar noch \u00fcber m\u00f6gliche Verschlimmerung nach, sagen wir unserem Unterbewusstsein: &#8222;Dieses Thema hat Priorit\u00e4t, ich m\u00f6chte alles sehen, was diese Annahme best\u00e4tigt.&#8220; Aber ganz ehrlich, ist es das, was wir wirklich wollen? Eine st\u00e4ndige Best\u00e4tigung, wie schrecklich alles ist und wieviel schrecklicher es werden kann?Also ich m\u00f6chte das nicht!Wenn man das Prinzip aber erstmal verstanden hat, kann man es sich zunutze machen.Anstatt sich st\u00e4ndig mit dem Problem zu besch\u00e4ftigen, kann man sich auf die L\u00f6sung konzentrieren &#8211; zugegeben am Anfang ist das ziemlich schwierig und f\u00fchlt sich komisch an. Man muss sich sehr bewusst immer wieder daran erinnern, woran man denken m\u00f6chte und wird sich immer wieder dabei ertappen, dass man schon wieder gedanklich beim Problem ist. Aber wenn man am Ball bleibt und die Gedanken so oft wie m\u00f6glich wieder zur\u00fcck zur L\u00f6sung bringt, wird man nach und nach eine Ver\u00e4nderung bemerken. Zuerst sind es nur Kleinigkeiten, aber irgendwann stellt man zwei Dinge fest :1) Es f\u00fchlt sich total nat\u00fcrlich und normal an, an die L\u00f6sung zu denken.2) Man nimmt eigentlich nur noch die positiven Seiten wahr, all das Schlechte ist gar nicht mehr so pr\u00e4sent.3) Man hat gar nicht mehr so sehr das Bed\u00fcrfnis sich dar\u00fcber auszutauschen, was alles schlecht ist. Jetzt denkt ihr vielleicht, da\u00df ist ja alles sch\u00f6n und gut, aber meine Sorgen sind so pr\u00e4sent und so gro\u00df, da kann ich doch gar nicht anders.Nat\u00fcrlich ist es so, dass ein Existenz- bedrohendes Problem sehr viel Raum einnimmt. 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